Der Herausforderung des Alterns muss sich jeder im Leben stellen. Es gibt unendlich viel Literatur zum Motto „Alter/n – Altern“, mit biologischen, medizinischen, sozialen, gesellschaftlichen, psychologischen uvm. Aspekten.

In den 1950er- und 1960er-Jahren wurden Menschen hierzulande mit spätestens 30 Jahren sesshaft und begannen sich ab 40 auf den Ruhestand einzurichten. Den Beruf wechseln? In eine andere Stadt ziehen? Noch mal ganz von vorn anfangen? Für die meisten undenkbar. Früh begannen die Knochen zu knirschen und die Gelenke zu knacken. Der Bauchumfang nahm zu, der Geist verengte sich. Die Haare ergrauten, ebenso die Garderobe.

Wichtige Grundlagen für die Bewältigung der späteren Lebensphasen werden im mittleren Lebensalter gelegt. Eine vermehrte Beachtung des mittleren Lebensalters ist sowohl wichtig, weil sich in dieser Lebensphase zentrale lebenszyklische Übergänge vollziehen als auch, weil damit auch Hinweise zur zukünftigen Entwicklung des Alterns gewonnen werden können.

Mit gut über 40 wurde der Lebensweg bereits ordentlich beschritten, vieles hat sich sinnvoll gefügt, einiges lässt sich nicht mehr ändern, mit Abwesenheit von Erkrankungen der Hochaltrigen und der richtigen Einstellung kommen jetzt die goldenen Jahre bzw. man befindet sich mitten drin. Es gibt die positiven Merkmale des Lebensabschnittes „ nicht mehr ganz jung, aber auch noch nicht alt“: Mehr Erfahrung, mehr Gelassenheit und Souveränität, Ziele, Werte und Sinnfindung sind abgesteckt. 

Für Sie fühlt sich das nicht so an – Ihre Lebenssituation ist durcheinander, unübersichtlich, belastend – Gelassenheit, Souveränität und Zufriedenheit finden sich nicht ein? Der Körper lässt sie die täglichen Anforderungen spüren und frühere gesundheitliche Schwachstellen sind fühl-, sicht- und hörbare Dauerbelastungen?  

Suchtverhalten, Schmerzen, Leistungsabfall, Trennung vom Partner (oftmals verbunden mit der Trennung von der Familie und den Freunden) oder Kindern, drohender oder tatsächlicher Arbeitsplatzverlust, zusätzlich belastende familiäre Verpflichtungen lassen eine positive Betrachtung des Alterns ordentlich ins Wanken geraten.

Längst vergessene Lebensereignisse tauchen in den Gedanken wieder auf? Die Werte- und Sinnfrage will das erste Mal richtig beantwortet werden?

Wir gehen der Frage nach, wie Wandlung durch sich selbst möglich ist.

Sie müssen nicht allzeit alles alleine schaffen, es ist legitim, sich einem Freund anzuvertrauen oder sich des Instrumentes des Professionisten zu bedienen. Es geht lediglich darum, zu wissen, wo man nachschaut, wenn man etwas nicht weiß. 
Genauso verhält es sich mit der Hilfestellung durch eine Positionsanalyse und Biographiearbeit. Wenn Sie stagnieren, holen Sie sich doch den notwendigen Input, um weiter gehen zu können. Das erleichtert und klärt  problematische, schwierige Situationen.

Im Zentrum steht ein freies, partnerschaftliches Arbeitsgespräch, in dem auf die Aktivierung der positiven Urkräfte abgezielt wird.
Krisen, Schwächen, persönliche Tabus, Zurücksetzungen gilt es als unerlässlich notwendig für Entwicklungsschritte zu sehen.

Abhängig von der Komplexität eines Anliegens, persönliches Tempo, sowie die Bereitschaft zur Veränderung sind unterschiedlich viele Beratungstermine notwendig. Dafür gibt es keine Regel. Manchmal genügen wenige Stunden und Sie wissen, wie Sie weitermachen und es weitergeht. Es kann aber auch Wochen oder Monate dauern, bis sich nachhaltig eine Veränderung in Ihrer Lebenssituation und persönlichem Befinden einstellt.